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EINHAK-MONTAGE:
Unter Einhakmontage wird in der Regel die
sogenannte Suhler Einhakmontage (SEM) verstanden, die aber nicht allein
dasteht. Die Kontra-Einhakmontage wird zuerst mit dem Hinterfuß aufgesetzt
und verriegelt vorn. bwohl auch eine Einhakmontage, so ist sie anders
konstruiert und nicht direkt mit der
OSEM und der Krieghoff-Einhakmontage
zu vergleichen.
Die Ausführungen beziehen sich daher auf die „klassische
Einhakmontage“ nach Suhler Art. Bei der
Suhler Einhakmontage wird der am Objektivkopf des Zielfernrohres
angebrachte Montagefuß in die vordere Fußplatte auf der Waffe eingehakt.
Nach kurzem, kräftigem Niederdrücken rastet der hintere, am Mittelrohr des
Zielfernrohres befestigte Montagefuß in die hintere Montageplatte ein. Um
das Glas abzunehmen, muß der an der hinteren Fußplatte angebrachte,
gefederte Schieber zurückgezogen werden, worauf die Verriegelung des
Hinterfußes aufgehoben ist und das Glas ausgehakt werden kann.
Am hinteren Montagefuß ist ein Support angebracht, der eine seitliche
Justierung des Zielfernrohres erlaubt. Die SEM ist besonders für
Zielfernrohre mit Schiene geeignet.
Die Einhakmontage ist die aufwendigste Zielfernrohrmontage und verlangt
sehr aufwendige Passarbeiten. Nach alter Schule darf zwischen den beiden
Flächen von Montagefuß und Fußplatte nicht der geringste Lichtspalt
vorhanden sein. Das lässt sich aber nur erreichen, wenn die beiden
vorderen Fußflächen mit Spannung aufeinander gepresst werden. Gut sichtbar
wird diese Spannung auch dadurch, dass nach dem Zurückziehen des Schiebers
der Hinterfuß etwa ein bis zwei Millimeter auffedern soll. Geschieht das
nicht, wird diese Montage von „Experten“ als fehlerhaft bezeichnet. Hält
man sich das vor Augen, wird klar, dass eigentlich jede so ausgeführte
Suhler Einhakmontage von vornherein mit einem Fehler behaftet ist, denn
jede Verspannung beeinflusst die Präzision der Waffe.
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AUFSCHUB-MONTAGE :
Zielfernrohrmontage zum Befestigen
auf einer Prismenschiene.
Sie können wählen zwischen der einfachen 1 mm Prismenschienen
Standart-Montage aus Alu-Stahl für einen iZielfernrohrdurchmesser von 25,4
oder 26 mm ohne Seitenverstellung oder der besonders stabilen "Deutsche
Aufschubmontage" für höchste Ansprüche. Diese ist für 11 mm- oder 16
mm- Prismenschienen und für
einen Durchmesser von 25,4/26 mm oder 30 mm mit Seitenverstellung. |
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SCHWENK-MONTAGE:
Montagen, die nach dem Schwenkprinzip arbeiten, nehmen heute einen großen
Raum ein und sind in Europa die meist benutzten Montagen, sei es für die
Jagd im In- oder Ausland.
Grundsätzlich u nterscheiden wir hier zwei Bauarten. Bei der klassischen
EAW-Schwenkmontage sitzt das den Hinterfuß verriegelnde Schlösschen auf
der Waffe. Bei der zweiten Variante – hierzu gehören die
EAW-Hebelschwenkmontagen, die über einen Drehring verriegelnden Montagen
nach Blaser, Bock und Recknagel
sowie die mit einem Schieber ausgerüsteten Modelle von Steyer und AKAH –
wird der auf der Waffe angebrachte Hinterfuß lediglich durch ein flaches
Prismenstück gebildet. Der komplette Verriegelungsmechanismus befindet
sich am Zielfernrohr.
Diese Montageart wird, mit Ausnahme der Steyr-Montage, die für
Repetierbüchsen dieses Herstellers konzipiert wurde, gern bei
Kipplaufwaffen eingesetzt, weil bei abgenommenem Glas hier keine
Montageteile in die Visierlinie ragen. Die Befestigung des Glases auf der
Waffe erfolgt bei der EAW-Schwenkmontage über eine Vorderplatte und den
Drehbolzenverschluss. Der am Vorderfuß der Zielfernrohrmontage angefräste
Zapfen wird in einem Winkel von 90 Grad in die passende Ausfräsung der auf
der Waffe befestigten Vorderplatte eingesetzt und geschwenkt. Wenn das
Glas parallel zum Lauf ausgerichtet ist, rastet der Drehbolzenverschluss
automatisch ein und legt auf diese Weise das Glas fest.
Das eigentliche Verbindungselement zwischen Glas und Waffe ist der
Vorderfuß. Er nimmt die gesamten Rückstoßkräfte auf. Je nach Konstruktion
des Zielfernrohres ist er mit einem Prisma oder einem Ring ausgestattet.
Die Vorderplatte ist geschlitzt und ermöglicht so, über eine Klemmschraube
die Passung für den Vorderfuß einzustellen.
EAW bietet diese Montage auch mit einem vertikalen Toleranzausgleich an.
Diese Vorrichtung erlaubt es, den Ring oder das Prisma in der Höhe um etwa
einen Millimeter zu verstellen. Waffen- oder montagebedingte Toleranzen
lassen sich so leicht ausgleichen.
Um das Glas wieder auszuschwenken, muß der unter Federspannung stehende
Drehbolzen über den kleinen Hebel hochgeschwenkt werden. Jetzt läßt sich
das Glas seitlich aus dem Schloss drücken, ausschwenken und in der
90-Grad-Position abnehmen. Auch beim
Drehbolzenverschluss besteht die Möglichkeit, den exakten Sitz zu
justieren.
Diese Montage ist in der Ausführung im Vergleich zur Suhler Einhakmontage
sehr einfach und unkompliziert. Sie erfordert wesentlich weniger
Fachkenntnis und Zeit. Damit werden viele Fehlermöglichkeiten von
vornherein ausgeschlossen. Dazu ist diese Montageart überaus stabil und
wird auch mit rückstoßstarken Kalibern problemlos fertig.
Der massive Vorderzapfen hat gegenüber den kleinen Füßen der SEM einen
dreimal so großen Scherquerschnitt. Dazu kommt die Möglichkeit, ohne
großen Aufwand ein Zweitglas, auch mit anderer Baulänge und
Objektivdurchmesser zu montieren. Bei der SEM ist hier meist eine zweite
Vorderplatte notwendig. Ein weiterer Vorteil ist die völlig spannungsfreie
Lagerung des Zielfernrohres. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für
eine gleichbleibende Treffpunktlage auch nach wiederholtem Auf- und
Absetzen. Besonders für Repetierbüchsen ist somit die EAW-Schwenkmontage
gegenüber der Einhakmontage im Vorteil. Es gibt heute kaum noch ein
Waffenmodell, für das EAW keine Montageteile fertigt. Alle Teile sind
problemlos austauschbar und ohne Nacharbeit passende Ersatzteile auch nach
Jahren noch lieferbar.
Quelle:
Text: jagen-weltweit.de - Fotos: Kettner
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