Bericht 109: Hubertusfeier mit Gemeinschaftsjagd im Jagdrevier Schlanders

 

Am Samstag, 6. November organisierten wir vom Revier Schlanders am Abend auf den „Rimpfhöfen“ eine verspätete Hubertusfeier. Deshalb war am Morgen eine Gemeinschaftsjagd geplant und so trafen sich an die 20 Jäger um 6 Uhr morgens bei unserer Kühlzelle. Nach einer kurzen Aussprache starteten alle gemeinsam in die vorher besprochenen Revierteile. Ich war wieder mit meinem Jagdkollegen Paul und wir wollten ins „Schlandrauntal“ fahren und dort unser Jagdglück versuchen. Als wir die Hälfte der Strecke ins „Schlandrauntal“ hinter uns hatten, gab es plötzlich kein weiter mehr, ein Meter dicker umgestürzter Baumstamm versperrte uns die Weiterfahrt. Da die umliegenden Revierteile bereits von anderen Jägern bezogen waren, überlegten wir kurz und entschlossen uns dann zurück ins Dorf zu fahren und von dort weiter nach Vetzan – Schlandersberg um dort vielleicht bei der Rehjagd Glück zu haben, denn für einen Rotwildabschuss unterhalb der Berghöfe würden wir nun wohl etwas zu spät sein. Gegen 8 Uhr kamen wir auf Schlandersberg an und pirschten dann getrennt zwei nahe Pirschsteige entlang um uns am Ende der Steige wieder zu treffen. Mit einem Weidmannsheil brachen wir auf und nach einer guten halben Stunde trafen wir uns wieder wie ausgemacht an einem kleinen Wasserspeicher, wo die beide Steige wieder zusammenführten. Gerade als wir uns ins Gras setzen wollten und unseren „Halbmittag“ zu uns nehmen wollten, erblickte ich auf dem gegenüberliegenden Hang 2 Rehe. Schnell nahmen wir das Spektiv zur Hand und konnten 2 Rehgeißen ansprechen. Nun hieß es warten und festzustellen ob die Geißen Kitze führten

 oder nicht. Aber nach einem längeren Ansprechen waren wir uns einig, dass eine der Geißen eine Schmalgeiß sein muss und so richtete ich mir eine ordentliche Auflage und nach wenigen Sekunden hallte der Schuss in den Morgen hinein. Wir sahen die Geiß zeichnen und einige Sprünge nach vorne machen, ehe sie nieder tat. Ich musste wohl doch nicht so eine ruhige Hand gehabt haben, denn der Schuss saß ziemlich weit hinten. Da die Rehgeiß nicht gleich im Wundbett zu verenden schien, entschloss ich mich für einen zweiten Schuss, um dem Stück unnötiges Leiden zu ersparen. Der zweite Schuss saß dann wesentlich besser und die Rehgeiß blieb am Anschuss verendet liegen. Wir warteten noch einige Minuten ab bis die zweite Rehgeiß sich in den angrenzenden Wald zurückgezogen hatte und gingen dann zu der erlegten Rehgeiß. Nach einem Weidmannsheil von Paul und der roten Arbeit kehrten wir zufrieden zu unserem Auto zurück und fuhren zu unserer Kühlzelle. Dort hängten wir die 15,50 kg schwere Schmalgeiß in die Zelle und fuhren dann nach Hause.

Da aber am Abend, wie bereits erwähnt eine Hubertusfeier anstand, fuhr ich gegen 15 Uhr zu den „Rimpfhöfen“. Nach und nach kamen die weiteren Jäger und um 16 Uhr eröffneten unsere Jagdhornbläser die Messfeier, welche unser Dekan, Herr Dr. Josef Mair abhielt. Anschließend wurde von der Bläsergruppe die Jagdstrecke verblasen, welche sich aus einem Schmaltier, meiner Schmalgeiß sowie einem Feldhasen zusammensetzte. Nachher zogen wir uns in die Vorgeheizten Räumlichkeiten der „Rimpfhöfe“ zurück und bei Hirschleberknödel, Hirschgulasch mit „Spatzlen“ und Blaukraut, sowie als Nachspeise einen Apfelstrudel, und bei gutem Eigenbauwein kam sofort eine kameradschaftliche Stimmung auf, bei der natürlich das Jägerlatein nicht zu kurz kam. Am späten Abend kehrte ich dann nach Hause zurück und blickte auf einen schönen Jagdtag zurück, der mit einer gelungenen Hubertusfeier einen würdigen Abschluss fand.

 

Weidmannsheil

 
                                                                         Bericht und Fotos:  Höllrigl Martin – Jagdrevier Schlanders

 

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