|
Es
war der erste August und mit dem heutigen Tag begann die Jagd
auf den roten Bock. Schon früh morgens fuhr ich mit dem Auto
eine Forststrasse hoch und es war noch stockdunkel als ich zu
Fuss Richtung "Schabisbachl" unterwegs war. Dort angekommen
wechselte ich erst mal die Kleidung um dann zu warten bis es
anfing zu dämmern. Es war schon ein bisschen heller geworden und
die Nacht musste allmählich dem Tage weichen. Plötzlich vernahm
ich ganz nah über mir, wie Wild anwechselte. Zuerst dachte ich
mir das es wol einige Gämsen seien, doch plötzlich sah ich einen
Hirsch, gefolgt von Tier und Kalb. Alls sie über das "Schabisbachl"
übergewechselt waren, waren sie ca.20m von mir entfernt! Sofort
suchte ich mit dem Zielfernrohr das Kalb was mir auch gleich
gelang. Zuerst hatte ich jedoch einen Ast zwischen uns, dann
stand es spitz und ich konnte immer noch nicht schiessen! Nur
noch einen kleinen Schritt dann hätte alles gepasst, jedoch tat
es mir diesen Gefallen nicht! Es machte einen kleinen Satz und
schon war es verschwunden. Schade, Chance vertan!! Nun
konzentrierte ich mich wieder auf den Bock, jedoch dachte ich
immer an die vertane Gelegenheit und grübelte wie ich es hätte
besser machen können. Nach ca.1,5 Std wechselte plötzlich auf
220m ein Tier auf die andere Seite, sofort zielte ich mit dem
Gewehr auf die Stelle wo es überwechselte und hatte auch
sogleich eingestochen in der Hoffnung das ein Kalb folgen würde!
Und siehe da, das Kalb kam, verhoffte und ich visierte es an.
Ich konnte wegen des hohen Grases nur den Ziemer sehen, alles
andere war verdeckt. Trotzdem krümmte ich langsam den Finger bis
der Schuss überraschend brach. Nach dem Schuss konnte ich noch
erkennen wie das Kalb den Hang hinunterrutschte. Ich wartete
noch eine Stunde ob vielleicht noch das Tier kommen würde, aber
es kam nicht. So hatte eine vertane Chance doch noch ein
versöhnliches Ende genommen und ich konnte ein Hirschkalb mit
ins Tal nehmen!
Weidmannsheil
Bericht und Fotos: Peter
Taferner
|