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Am
Sonntog ba ins af die Gams, Dienstog, Mittwoch und
Donnerstog in Osttirol, an Orbeit hot man a no und di
Oma spiel muß i a ob und zui, hon i in Rehbock gonz
vergessn.Am Freitog ruft mi a Jogdkollege an und fragt
ob i den Bock schon gschossn hätt. Aber wie schon im
erstn Bericht gsogt, i hon heuer no koan guitn Bock
gsegn, von dem i hätt sogn kennen der und koan Onderer
und so mußte ich natürlich na sogn. Do musch di ober
schleinen sogt er es sein nur mehr 4 Böck offn. Und so
kam i wieder auf den Boden der Tatsochn und wir
verabredeten uns fürn Abend und wir wolltn zusommen noch
an Bock ausschau holtn.Rehe genug ober net oan Bock,
isch den des die Möglichkeit, daß am 4. August koa
Brunft mehr isch und die Goas seelenruhig ässn? Was
solls, am Somstog in aller Herrgottsfrüh geah in
Hochwold, ober net oan Stück Wild, also werds heuer
schon net sein solln, daß i an Rehbock krieg inzwischn
worn meine Anspruche schon nimmer a so hoch und es
sollte einfoch a Sechser sein, inzwischn worn nur mehr 2
offn.Samstog am Abnd
wieder
in Hochwold aufn Hochsitz und die Zeit konn schun long
sein wenn nix zun segn isch.Ich versuch mein Glück im
Fiepn und es kimmt a Schmolgoas bold drauf aus dem Wald,
aber allein.Es taucht ein Kitz auf, aber die Goas
vertreibs, allso ist es nicht ihres. Die Möglichkeit,
daß die Mutter von dem Kitz beim Bock ist.Also
Kitzfiepen. Nach einigen Versuchn, tritt a Goas aus und
schaut aber immer geich noch hintn, also a guts Zeichn,
daß wos nochkimp und schon flüchtet sie ins
Dickicht,gefolgt von einem Bock. Sechser net storck, net
hoach ober die Not mocht zufrieden, isch gleich isch eh
schun wieder weg.Aber in dem Moment kimpt er zurück,
bleibt stehen, hab das Gewehr ja schon in die Richtung
gerrichtet, als di Goas kam und die Rechnung mit der
Obendsunne hon i net gimocht.I sah den Bock mit freien
Augen, ich sah ihn mit dem Fernglas, aber durch das Glas
beim Gewehr sah ich Nebel und Umrisse von einem hellen
Reisighaufen. Der Bock stand da und wor sicherlich
fasziniert von dem Schein der Sonne in mein Glos, er
machte keine Bewegung und schaute zi mir aufa. Durch das
Fernglas merkte ich mir das Reh, die genaue Postion vor
dem Reisighaufen und versuchte mein Glück. Im Glas sah
ich koan Bock sondern lei an Reisighaufen und davor an dünkleren
Fleck natürlich kein Schusszeichen, nur, daß der
dünklere Fleck nach dem Schuss verschwunden wor. Jetz
mit freien Auge sieg i in Bock do liegn, wo er vorher
gstondn isch, also im Schuß zusommen gebrochn. Geh hin
und sieg daß er gor net so schlecht ausgfolln isch.
Vielleicht net jagerisch, und vielleicht hätt i den Bock
noch Sonnenuntergong a no krieg ober des wollt i net
riskiern und a bissl Glück braucht der Mensch. |