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Am
3. August wollen wir nun auch in unserer kleinen Jagd in
Osttirol nach den Gamsen schauen. Vor einer Woche haben
wir einen verletzten Gamsbock gesehen und wenn er jetzt
in noch in unserem Revier steht wollen wir ihn uns näher
anschauen. Wir kommen gegen Mittag an und nach einer
kurzen Jause gehen wir an einen Punkt, wo man einen Teil
des Reviers überschauen kann. Vom Bock keine Spur, aber
wir machen eine Geiß und einen 2 jährigen Bock aus. Da
wir eine 2er Geiß haben, das heißt bis 8 Jahre und wir
das Stück auch so ansprechen, aber so genau kann das
eben nur am erlegten Stücksagen und auch da nicht immer
wie sich an meiner Geiß vom Sonntag gezeigt hat, machen
wir uns auf den Weg und steigen bergwärts. Bergwärts im
wahrsten Sinne des Wortes, weil es geht wirklich steil
nach oben und über der Waldgrenze gibts wieder eine
guten Ausichtspunkt, aber die 2 Gemsen sind jetzt auch
weiter nach oben gegangen, also hinterher. Wir müssen
seitwärts in einen Taleinschnitt, damit sie uns nicht
sehen um so auf Schussdistanz ran zukommen. Was sich
nicht als ganz einfach erwies. Ich ließ meine 2
Begleiter und den Hund zurück und kroch über eine
Felsenplatte. Da lag die Geiß mit einem wunderbaren
Ausblick auf uns und das Revier und genoß die Sonne.
Einzig der Wind war uns gut gesinnt und blies in unsere
Richtung. Ich gebe Heinz ein Zeichen, daß er auch
näher
kommen und sich verdeckt hinter einem kleinen
verkümmerten Zirm schußbereit machen soll. 320 Meter, an
und für sich einfach zu weit, aber er kann sich
konzentrieren und die Auflage gut vorbereiten.
Inzwischen ist es 4 Uhr. Nicht lange und die Geiß wird
hoch und streckt sich, aber nicht zu Ende, den schon
liegt sie im Feuer. Guter Schuß! Meine Freunde und
Jagdkollegen nehmen meinen Rucksack und halt so alles
was man mit sich schleppt und ich gehe mit "Caia" zur
Gams und die Anderen gehen gerade aus und warten bis ich
mit der Geiß herunter komme. Der Abschuß paßt, weil
schon mit 9 Jahren wäre es eine 1ser Gaiß gewesen und
ein roter Punkt wäre uns sicher. Mit Ungeduld warten
meine Begleiter auf die Bestätigung, aber ich mache in
Ruhe die rote Arbeit und rufe sie dann an und binde
ihnen einen Bären auf. Aber so recht wollen sie mir
nicht glauben und bald freuen wir uns alle 3 über den
Abschuß.
Zurück in der Hütte zischt
das erste Bier durch die Kehle, aber auch die restlichen
schmeckten gut. Wieder einmal ein wunderschöner Jagdtag
bei uns auf der "Hauptneralm", wo ich mich wohlfühle und
mit Freunden und Kollegen immer wieder schöne Tage
erleben kann ob mit oder ohne Jagderfolg, den schon ein
guter Anblick macht mich froh und ich möchte diese Tage
nicht missen
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