| Bericht 67: Eine alte Gamsgais |
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Heuer bin ich auf Rehbock und Gamsgeiß zugeteilt und da leider keinen guten Bock ausmachen kann,beschließen wir auf Gamsjagd zu gehen. Wir treffen uns um 4 Uhr auf dem Parkplatz und fahren gemeinsam noch ein Stück auf einer Forststrasse. Mit Taschenlampe steigen wir gemütlich den Berg hinauf. Richard mein Begleiter hat sehr viel Geduld mit mir und paßt seinen Schritt auf mich an, umsonst sind wir nicht schon um 4 Uhr gestartet: Ha Ha !!! Um Taggrauen kommen wir über der Waldgrenze an und machen eine kurze Pause, setzen uns hin und haben einen herrlichen Blick auf Bruneck mit Nachtbeleuchtung und ich will das Bild mit der Kamera festhalten, aber alles was mir gelingt ist mit dem Blitzlicht Wild zu verscheuchen die in unserer Nähe waren. Richard sagt nix, aber im Laufe des Tages weist er mich darauf hin, aber ich habe es ja selber gehört und bin nicht gerade stolz auf meine Leistung.
Zufrieden packen wir unsere Sachen und gehen zum erlegten Wild. Gleich gehen wir daran die Jahresringe zu zählen, aber es war nicht einfach. Wir bringen wohl 13 zusammen aber ca. 1,5 cm sehen aus wie geschlaucht und wir werden nicht schlau daraus. !§ oder weiß der Teufel was ist mir "wurscht" ich bin überglücklich und Richard auch, es war ein perfekter Abschuss. Ein herrlicher Sonnentag, wir sitzen hoch über dem Tal, es ist 7,30 Uhr, von überall her hört man Schüsse, es ist ja der wichtigste Tag des Jagdjahres auf Schalenwild, geniessen wir unsere Jause und sind guter Dinge. Langsam steigen wir ins Tal, wo wir einige Jagdkameraden treffen und könne uns nicht über das Alter der Geiß einigen, ist aber inzwischen von Experten auf 17 Jahre bestätigt worden. Einige kühle Blonde, viel Jägerlatein, aber nur Wahrheiten, und mit guter Stimmung wurde die Geiß gebührend gefeiert.
Weidmannsheil |