| Bericht 11: Kahlwildabschuss |
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Dann ging alles sehr schnell!! Drei Stück Rotwild traten in die Lichtung. Voran ein schwacher Kolbenhirsch, gefolgt von einem C-Hirschen. Das letzte Stück im Bunde hatte keinen Kopfschmuck, war aber meines Erachtens sehr stark. Plötzlich wurde es laut. Wahrscheinlich hatte das vierte Stück Rotwild das noch im Hochwald ausharrte, einen Stein gelöst, welcher nun ungebremst und mit Getöse zu Tal stürzte. Unruhe kam in das Rudel und jetzt gesellte sich auch das vierte Stück dazu. Bereits der erste Blick durch mein Fernglas, bestätigte mir, dass es sich um ein Schmaltier handeln musste. Wenige Sekunden darauf, hallte unter der Felsenwand der Kugelschlag meiner 270-Win. Nach einer kurzen Todesflucht in den schützenden Hochwald vernahmen wir nur noch das Zusammenbrechen des erlegten Wildes. Erleichterung folgte und wir nutzten die Zeit die wir noch am Hochsitz verbrachten, um das Geschehene zu realisieren. War der Aufstieg auch noch so beschwerlich, der Abstieg und die Bergung hatten es auch in sich. Fix und fertig brachten wir das Tier gegen 23.30 Uhr schließlich in unsere neue Kühlzelle, wo uns bereits der von mir benachrichtigte Revierleiter erwartete. „Iaz isch es endlich an der Zeit Kran und Zelle zu testen“, meinte Oswald lachend und drückte mir mit einem Weidmannsheil die Hand. Da es in diesem Jahr das erste Schmaltier war, das im Revier erlegt wurde, war die Freude aller groß und mit einem kühlen Blonden stießen wir am nächsten Abend auf den Erfolg an.
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