Bericht 51: Wildschweinabschuss im Revier Natz/Schabs
Man hört immer wieder, dass in Südtirol Wildschweine erlegt werden. Dass aber ausgerechnet in unserem Revier uns das gelingt, davon haben wir bis vor drei Wochen nicht zu glauben gewagt. In einem Revierteil wurden Wühlschäden entdeckt. Als mein Jagdkollege und ich diese Schäden anschauten kam nur ein Ergebnis in Frage: Wildschweinallarm!!!!!!!!
Nun begannen viele Ansitze, auch bis spät in die Nacht. Doch wir bekamen das Wildschwein nie in den Anblick. Schon schwanden die Hoffnungen, denn das Wildschwein könnte ja weitergezogen sein. Doch frische Spuren verstärkten die Hoffnung aufs Neue.
Am 29.06.2010 machten sich Tomas Lechner und ich wieder auf den Weg um Ausschau nach dem Wildschwein zu halten. Gegen 20.30 Uhr bestiegen wir den Hochstand in der "Rundl". Das Gras war erst gemäht worden, deshalb hatte man hier sehr lange gute Sicht.
Zunächst bekamen wir Bock und Gais zu sehen. Später kamen wie gewohnt die Fähe mit ihren Jungen. Auf diese geht die Jagd am 1. Juli auf, und wir wollten diese dann bejagen. Aber es sollte anders kommen. Später gegen 22.00 Uhr oder vielleicht etwas später wurde ich auf etwas am Ende der Wiese aufmerksam. Durch einen Blick ins Spektiv sagte Tom zu mir:" Do Fock!!!". Nun ging alles ziemlich schnell. Ich richtete meine Waffe zum Schuss. Noch einmal die Bestätigung von Tom :"mogsch lei schiassn!" Auch durch mein Zielfernrohr erkannte ich sehr gut das Wildschwein. Das Fadenkreuz suchte sein Ziel etwas unter den hinteren Tellerrand und der Schuss brach. Das beschossene Wild brach im Schuss zusammen und wir sahen noch wie es schlägelte. Große Freude überkam uns und noch ganz so klar war mir nicht, dass ich soeben mein erstes Wildschwein geschossen habe, und das auch noch in unserem Revier. 
Nun hielt uns nicht mehr und gingen zum Anschuss. Als wir uns auf ca. 15.m dem Schwein näherten konnten wir noch Lebenszeichen hören. Nach kurzen Zögern entschied ich mich doch noch einmal zu schiessen. Dieser Schuss traf es direkt in den Schädel oberhalb der Lichter. Nun verendete das Wildschwein sofort.
Als wir uns nun ganz näherten wurde uns klar, was da vor uns lag. Und zwar ein Keiler mit einem Gewicht von 80kg (aufgebrochen). Die Freude war groß und das Händeschütteln begann. Später kam auch der Sohn des Bauers dazu, der die Schüsse gehört hatte. Auch er freute sich, dass wir den Übeltäter der Wühlschaden erlegt haben. Gemeinsam wurde das Tier aufgebrochen, der Bauer stellte uns eine sehr gut geeignete Räumlichkeit zu Verfügung um das Wildschwein aufzuhängen. Anschließend wurde der Abschuss  zusammen mit dem Bauer noch mit einem guten Glas, oder zwei, begossen.
 
Ja so kann es gehen.
 
 Weidmannsdank.

                                                                                                         Erleger: Christian Weithaler   
                                                                                                         Begleiter: Tomas Lechner     
                                                                                                         Fotos: Christian Weithaler 
 
 

nach oben