-
Man
hört immer wieder, dass in Südtirol Wildschweine erlegt
werden. Dass aber ausgerechnet in unserem Revier uns
das gelingt, davon haben wir bis vor drei Wochen nicht
zu glauben gewagt. In einem Revierteil wurden
Wühlschäden entdeckt. Als mein Jagdkollege und ich diese
Schäden anschauten kam nur ein Ergebnis in Frage: Wildschweinallarm!!!!!!!!
Nun begannen viele Ansitze, auch bis spät in die Nacht. Doch wir
bekamen das Wildschwein nie in den Anblick. Schon schwanden die
Hoffnungen, denn das Wildschwein könnte ja weitergezogen sein.
Doch frische Spuren verstärkten die Hoffnung aufs Neue.
Am 29.06.2010 machten sich Tomas Lechner und ich wieder auf den
Weg um Ausschau nach dem Wildschwein zu halten. Gegen 20.30 Uhr
bestiegen wir den Hochstand in der "Rundl". Das Gras war erst
gemäht worden, deshalb hatte man hier sehr lange gute Sicht.
Zunächst bekamen wir Bock und Gais zu sehen. Später kamen wie
gewohnt die Fähe mit ihren Jungen. Auf diese geht die Jagd am 1.
Juli auf, und wir wollten diese dann bejagen. Aber es sollte
anders kommen. Später gegen 22.00 Uhr oder vielleicht etwas
später wurde ich auf etwas am Ende der Wiese aufmerksam. Durch
einen Blick ins Spektiv sagte Tom zu mir:" Do Fock!!!". Nun ging
alles ziemlich schnell. Ich richtete meine Waffe zum Schuss.
Noch einmal die Bestätigung von Tom :"mogsch lei schiassn!" Auch
durch mein Zielfernrohr erkannte ich sehr gut das Wildschwein.
Das Fadenkreuz suchte sein Ziel etwas unter den hinteren
Tellerrand und der Schuss brach. Das beschossene Wild brach im
Schuss zusammen und wir sahen noch wie es schlägelte. Große
Freude überkam uns und noch ganz so klar war mir nicht, dass ich
soeben mein erstes Wildschwein geschossen habe, und das auch
noch in unserem Revier.
Nun hielt uns nicht mehr und gingen zum Anschuss. Als wir uns
auf ca. 15.m dem Schwein näherten konnten wir noch Lebenszeichen
hören. Nach kurzen Zögern entschied ich mich doch noch einmal zu
schiessen. Dieser Schuss traf es direkt in den Schädel oberhalb
der Lichter. Nun verendete das Wildschwein sofort.
Als wir uns nun ganz näherten wurde uns klar, was da vor uns
lag. Und zwar ein Keiler mit einem Gewicht von
80kg
(aufgebrochen). Die Freude war groß und das Händeschütteln
begann. Später kam auch der Sohn des Bauers dazu, der die
Schüsse gehört hatte. Auch er freute sich, dass wir den
Übeltäter der Wühlschaden erlegt haben. Gemeinsam wurde das Tier aufgebrochen, der Bauer stellte uns eine sehr gut geeignete
Räumlichkeit zu Verfügung um das Wildschwein aufzuhängen.
Anschließend wurde der Abschuss zusammen mit dem Bauer noch mit
einem guten Glas, oder zwei, begossen.
-
Ja so kann es gehen.
-
-
Weidmannsdank.
Erleger: Christian Weithaler
-
Begleiter: Tomas Lechner
-
Fotos: Christian Weithaler
|