| Bericht 39: "Der Abnorme" |
|
Ich machte mich also auf den Weg in jenen Revierteil den unsere Jungjägerin bejagdte. Während ich zum Bodensitz birschte gab mir Regina durch die offene Ansitztür immer wieder Zeichen um nicht den ausgezogenen Bock zu vergrämen. Am Ansitz angekommen bat sie mich mir doch den Bock anzusehen den sie erlegen wollte, sie war sich anfangs unsicher ob sie einen Schuss riskieren sollte. Beim ersten schnellen Blick durch das Spektiv meinte ich jenen Gabler vor mir zu haben der aus meinem Revier verschwunden war. Bei genauer Ansprache konnte ich das aber ausschließen, wir hatten es hier mit einem abnormen etwa zweijährigen Bock zu tun und Regina entschloss sich ihn zu erlegen und richtet sich entsprechend ein. In der Zwischenzeit war links von uns ein gewaltiger Sechser ausgezogen und wir hatten Angst das er uns den Abnormen vertreiben könnte, aber zwischenzeitlich hatte sich unser Bock niedergetan und der Sechser konnte ihn nicht mehr wahrnehmen. Jetzt hieß es warten. Gute zwanzig Minuten dauerte es bis er wieder hoch wurde und Regina bereit war für einen Schuss. Etwa 140m war er entfernt als Regina fliegen ließ und der Bock mit einen mächtigen Satz nach vorne zeichnete und nach einer Flucht von ungefähr zwanzig Meter verendete. Ich freute mich mit unserer Jungjägerin über den Abnormen und wünschte ihr ein kräftiges Waidmann´s Heil. Auch von Herbert und Hans ihrem Vater kam ein herzliches Waidmann´s Heil für unsere Jungjägerin.
Waidmann´s Heil
Bericht u. Fotos: Hermann Großalber OÖ
|