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Auf
der Niederjagd 09 wurde diese gehörnte Ricke irrtümlicherweise
für ein Bock gehalten und erlegt.
Auf dem Posten lauernd, vermerkte Jagdkollege Paul im nahen
Erlenwald eine Bewegung, Stille herrschte, hatte er sich wohl
geirrt. Augenblicke später kam Hundegeläut näher, ja da wieder
eine Bewegung, die Flinte bereit
verhielt er sich still.
Ein Reh stach aus dem Erlengebüsch direkt auf Ihn zu, der Hund
musste auf der Fährte sein, dachte er noch, sah dass das Reh
gehörnt war, auf etwa 20 M konnte er dem Bock die Schrotladung
anbringen.
Vom Tempo vorwärts getrieben überschlug es den vermeindlichen
Bock, nach kurzem schlegeln blieb das Stück liegen.
Wenige Augenblicke später erlebte Paul jedoch eine gewaltige
Überraschung, das Stück vor Ihm war eine gehörnte, führende
Ricke ( Zwitter ).
Das Kitz musste wohl irgendwo einen Absprung gemacht haben, den
ein zweites Stück hatte er nicht vermerkt.
Seiner Pflicht nachkommend berichtete er seinen Irrtum dem
Wildhüter, hatte er doch ein geschütztes Wild erlegt.
Da auf der Niederjagd mit dem Hund gejagd wird, muss manchmal in
Sekunden Schnelle entschieden werden ob man schiesst oder nicht.
In diesem Fall hätte wohl mancher Jäger wie Paul entschieden.
Dies sah wohl auch die Jagdabteilung so, somit wurde Paul für
seinen Irrtum nicht gebüsst, musste jedoch das Wildbret zu einem
angemessenen Preis von der Jagdabteilung abkaufen.
Foto: Der Bock neben der gehörnten Geiss, ist mein
Holderbeerbock.
Weidmannsheil
Bericht und Foto:
Kari Schmid |