Bericht 24: Ricke im Bast

Auf der Niederjagd 09 wurde diese gehörnte Ricke irrtümlicherweise für ein Bock gehalten und erlegt.
Auf dem Posten lauernd, vermerkte Jagdkollege Paul  im nahen Erlenwald eine Bewegung, Stille herrschte, hatte er sich wohl geirrt. Augenblicke später kam Hundegeläut näher, ja da wieder eine Bewegung, die Flinte bereit
verhielt er sich still.
Ein Reh stach aus dem Erlengebüsch direkt auf Ihn zu, der Hund musste auf der Fährte sein, dachte er noch, sah dass das Reh gehörnt war, auf etwa 20 M konnte er dem Bock die Schrotladung anbringen.
Vom Tempo vorwärts getrieben überschlug es den vermeindlichen Bock, nach kurzem schlegeln blieb das Stück liegen.
Wenige Augenblicke später erlebte Paul jedoch eine gewaltige Überraschung, das Stück vor Ihm war eine gehörnte, führende Ricke ( Zwitter ).
Das Kitz musste wohl irgendwo einen Absprung gemacht haben, den ein zweites Stück hatte er nicht vermerkt.
Seiner Pflicht nachkommend berichtete er seinen Irrtum dem Wildhüter, hatte er doch ein geschütztes Wild erlegt.
Da auf der Niederjagd mit dem Hund gejagd wird, muss manchmal in Sekunden Schnelle entschieden werden ob man schiesst oder nicht. In diesem Fall hätte wohl mancher Jäger wie Paul entschieden.
Dies sah wohl auch die Jagdabteilung so, somit wurde Paul für seinen Irrtum nicht gebüsst, musste jedoch das Wildbret zu einem angemessenen Preis von der Jagdabteilung abkaufen.

Foto: Der Bock neben der gehörnten Geiss, ist mein Holderbeerbock.

Weidmannsheil

                                                                                                                           Bericht und Foto:  Kari Schmid

 

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