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Das
Erlebniss liegt zwar schon einige Monate zurück ist aber meiner
Meinung nach doch erzählenswert und hat eine große Bedeutung für
mich.
Im vergangenen April bei der Jagdversammlung wurde
bekanntgegeben dass heuer in unserem Bergrevier in Obertilliach
Sonnnseite in Osttirol 2 Kleine Hahnen zum Abschuss freigegeben
werden. Nach kurzer Diskussion wurde großzügigerweise
beschlossen dass wir 2 Jungjäger (Dominik und ich ) auf die
Hahnen gehen durften!
Als im Mai die Schusszeit kam waren wir schon gut vorbereitet
und hatten schon 2 mal die Hahnen verlost.
Der erste Versuch ging leider schief, es war ein perfekter
Morgen und am Platz waren 4 Hahnen.
Dominik kam auf einen guten Hahn zu Schuss fehlte ihn aber
leider.
Da er am nächsten Tag arbeiten musste, ging ich allein auf einen
entlegenen Balzplatz eigentlich nur um zu verlosen, jedoch kam
alles anders wie erwartet.
Um 2 in der Früh ging ich im Schein der Taschenlampe von den
letzten Höfen in der Fraktion Leiten über eine alte Heuriese der
Höhe entgegen. Wer im letzten Winter die Schneehöhen in Osttirol
erlebt hat, weiß dass es nicht
gerade ein Zuckerschlecken ist, sich bei einer solch enormen
Schneelage auf die Höhe zu "kämpfen"!
In
dieser Nacht trug es jedoch auf der Schneedecke und so saß ich
schon vor 4 Uhr im Schirm. Nach kurzer Zeit hörte ich über mir
ein Schwingenklatschen und der erste Hahn fing an zu rodeln,
dann ging es Schlag auf Schlag es fielen noch 4 weitere
Hahnen ein und noch etliche Hennen. Langsam wurde es auch heller
und am platz war der Teufel los, eine Henne kam sogar bis in den
Schirm herein.
Da ich an diesem Tag eigentlich nur verlosen wollte, schloss ich
einen Handel mit mir: wenn die Hahnen bis auf ca 50 Meter an
mich heran kommen und alles leicht geht werde ich schießen
sonst, so sagte ich mir lasse ich es bleiben.
Doch ich hatte unverschämtes Glück, alle 5 Hahnen kamen auf
Schrottschussdistanz an mich heran, so suchte ich mir einen
starken Hahn aus und im Knall der 22magnum riss es den Hahn in
die Luft um dann verendet
liegen zu bleiben, die Anderen balzten neben dem verendeten Hahn
weiter als ob nichts gewesen wäre.
Ein gewaltiges Erlebniss und ein kapitaler Hahn!
3 Tage später klappte es auch bei
Dominik seinem Hahn wo ich auch Begleiter
war!
Waidmannheil!!
Bericht und Foto: Ebner Andreas - Obertillliach 65 |