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Seit es Menschen gibt, jagen sie. Und seit zwei und mehr Jäger zusammen jagen, sprechen sie darüber. Das Reden über die Jagd prägte zweifelsohne die Morgenröte der Menschheit, gegenseitiges Verstehen war überlebenswichtig. Noch heute sprechen Jäger über fast nichts lieber als über das jagen. In einer Welt aber, wo zwei Drittel der Menschen in Städten leben, in einem Land, wo nur noch 0,4% der Bevölkerung jagt, in einer Gesellschaft, wo Natur hauptsächlich als Freizeitsportkulisse wahrgenommen wird, verstehen sie nicht mehr alle. Umso wichtiger wird „zusammen reden!“
Über
die Jagd reden,
nicht Jagenden
erklären, was
Jagd ist und was
nicht, sollten
am besten jene,
die selber
jagen. Warum
jagen wir?
Wir wissen
es: aus Freude
am Jagen, um
Beute zu machen;
weil wir gerne
mit und in der
Natur leben und
weil wir uns für
die Wildtiere
einsetzen
wollen. Wir
suchen aber auch
den Kontakt mit
Gleichgesinnten
und pflegen
gerne die
jagdliche
Kultur, so die
Wildküche, die
Musik, den
Umgang mit
Hunden. Diese
Argumentation
gibt aber nur
die eine Seite
der Medaille
wieder, die
Begründung des
Jagens aus der
Sicht des
Jägers- der
Jägerin.
Wollen wir erklären, weshalb die Jagd sinnvoll und zeitgemäß ist, und wollen wir unsere Mitbürger von der Notwendigkeit der Jagd überzeugen, dann müssen wir auch eine andere Frage beantworten: Was bringt die Jagd der Natur und der Gesellschaft?
Abgesehen davon,
dass Jagd ein
gesetzlicher
Auftrag ist,
verhindert sie
das gehäufte
Sterben von
Wildtieren. Die
Jägerinnen
und Jäger sorgen
für gesunde
Wildpopulationen.
Mit der Jagd
werden
Wildbestände
reguliert, ohne
sie zu
gefährden; so
werden Schäden
in Wald und Flur
verhütet, bis
vor die Tore der
Städte und
Dörfer.
Großraubtiere
können den Jäger
nicht ersetzen.
Jäger wie
Jägerinnen
setzen sich für
die Erhaltung
von jagdbaren
und bedrohten
Arten ein; sie
schützen und
pflegen
Lebensräume und
bringen
Ungleichgewichte
ins Lot, die der
Natur schaden
würden.
Jäger/innen
liefern
wertvolle
Informationen
über die
Wildbestände,
eine Grundlage
für die
Jagdplanung und
den Naturschutz.
All dies leistet
die Jägerschaft
freiwillig, ohne
die Staatskasse
oder den
Landeshaushalt
zu belasten. Im
Gegenteil: Dank
der Gebühren der
Jägerschaft
kann unserem
Land eine
professionelle
Wildhut im
Dienst der
Wildtiere, der
Menschen und der
Natur- durch die
Aufsichtsorgane-
gewährleistet
werden. Die Jagd
ist also nicht
nur nachhaltig
und unschädlich;
sie bringt auch
sehr viel und
wirkt sich
positiv aus.
Nun geht es aber darum, all dies mitzuteilen und vorzutragen.
Wir als Arbeitsgruppe der Südtiroler Jägerinnen/ der Südtiroler Jägerschaft haben uns eine prioritäre Aufgabe gestellt, uns um eine gute, wahrheitsgetreue Öffentlichkeitsarbeit zu bemühen. Um diesen Bemühungen in noch professionellerer Art und Weise gerecht werden zu können, versuchen wir zusammen mit der Jägerschaft unseres Landes eine fundierte Kommunikation mit der Gesellschaft zu unterstützen, als Multiplikatoren einer ganzheitlichen Naturpädagogik zu werden. Unsere wahren Beweggründe des Jagens auf eine verständliche, ehrliche Art und Weise zu argumentieren. Im Rahmen einer kürzlich von uns besuchten Fortbildungsveranstaltung „3. Kongress der Waldpädagogik“ in Bruck an der Mur (Steiermark) konnten wir viele neue Eindrücke und Impulse mit nach Hause nehmen. Impulse, die uns in unserer angestrebten Kinder und Jugendarbeit als sehr wertvolle Bereicherung dienen. Die Arbeitsgruppe ist offizielles Mitglied des „Vereines für Waldpädagogik“. Eine Organisation, welche europaweit agiert und sich um die Belange der Natur und Umwelt – folglich auch der Jagd – aktiv einsetzt.
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Bericht und Fotos: Margareth Morandell



