BERICHT 05: Winterfuchsjagd - die Zweite

Gestern Nachmittag, nach 2tägiger Reise, um von der Shot Show in Las Vegas aus den Vereinigten Staaten nach Hause zurückzukehren, entschied ich mich, den „Jet Lag“ mit einer Fuchsjagd zu vertreiben. Mein Kollege Stefan hatte auch Zeit, weshalb wir uns wieder auf den Weg zur altbekannten Scheune machten. Schon während dem Aufstieg zu dieser bemerkten wir etwas weiter entfernt zwei Füchse, welche über den Schnee schnürten: Ranzzeit. Das mit dem Ballistikturm kompensierte Absehen fand auch bald die Mitte des Fuchses, und mit einer guten Gewehrauflage, ließ ich um 17:52 Uhr den Schuss brechen. Der durch die Mündungsbremse aufgewirbelte Schnee verdeckte mir eine weitere Sicht zum Anschuss, aber Stefan konnte mit dem Fernglas erkennen, wie der Fuchs 180° abdrehte und in den ca. 30 Meter entfernten Wald flüchtete. Wir gingen dennoch zur Scheune, aber wir konnten bis kurz nach Schusszeit, welche um 18:02 Uhr endete, keinen weiteren Fuchs erspähen. Dieser Umstand, und jener, dass der beschossene Fuchs nach dem Schuss eine 180° Wende einlegte, sprach eigentlich für einen Treffer. Bei der Kontrolle am Anschuss - welche ich unabhängig vom Wahrgenommenen immer vornehme - fanden wir Schusshaare hinter der Fährte, aber keinen einzigen Tropfen Schweiß! Wir folgten deshalb der flüchtenden Fährte nach dem Anschuss, welche auf dem Harschschnee ab und zu gut erkennbar war, und am Waldesrand, unter einer Haselnussstaude in ca. 50 Metern Entfernung vom Anschuss, lag schließlich Meister Reineke mit gutem Treffer. Auch dieser Fuchs hatte einen wunderschönen Winterpelz, und mit vertriebenem Jet Lag konnte ich am Abend schließlich zu Bett gehen. Wie schön ist doch die Winterjagd auf den Fuchs!!!

 

                                                                                    Bericht und Fotos: Fabian FERRARI – Jagdrevier Innichen

 

 

 

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