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Wie
schon die vorigen Jahre, konnte ich
auch heuer wieder durch die Hilfe
von meinem Jagdkollegen Markus auf
Gamsjagd im Revier St.Johann/Ahrntal
Weidwerken. Dieses Jahr sollte es
eine Gamsgais sein. Mich freut es
immer besonders nach St.Johann/Ahrntal
zu fahren, weil dort abgesehen vom
traumhaften Revier auch meine
familiären Wurzeln liegen.
Bereits im August versuchte ich mein
Glück auf eine Gamsgais im Bereich
Rotbachtal. Dort aber machte mir
eine Herde Hausziegen einen Strich
durch die Rechnung und wir mussten
unverrichteter Dinge wieder
abziehen.
Am
10.September war es dann wieder
soweit. Um 06.00 Uhr verabredete ich
mich mit meinem Jagdkollegen Markus
bei Ihm zu Hause, wo auch kurze Zeit
später Begleiter und Jagdaufseher
Paul eintraf. Das Wetter war gut und
es soll ein schöner Septembertag
werden. Schnell die formellen Sachen
erledigt, Rucksäcke, Gewehr,
Pirschstock in Pauls Auto und schon
fuhren wir Richtung Berg im Bereich
„Ahrntoul“ hinauf. Dort angelangt
war es schon hell, ein wunderbarer
Bergkessel öffnete sich vor uns,
umrahmt von herrlichen Zirmbäumen.
Von nun an hieß es vorsichtig
weiterpirschen, denn es konnten
schon die ersten Gämsen in Anblick
kommen. Demnach war es nicht so, die
Gamsen die wir sehen konnten, waren
alle in höchster Position weit von
uns entfernt. Also pirschten wir
weiter und so um 09.00 Uhr sank
meine Hoffnung ein wenig, weil wir
alles nur Gaisen mit Kitzen sahen
und wir bereits den ganzen
Bergkessel einsehen konnten. Paul
meinte, dass wir noch in den Bereich
„Winterstallder“ gehen würden und
uns ein wenig beeilen müssten, denn
wenn der Wind drehe wäre es
aussichtslos die dort hoffentlich in
Anblick stehenden Gämsen anzugehen.
Am Anfang der „Winterstallder“, das
auch eine Art Kessel ist, konnten
wir ganz hinten einige Gamsen
ausmachen. Der Blick durchs Spektiv
und Paul meinte, dass etwas
passendes dabei ist. Wir mussten
noch gute 200 m vorsichtig
weiterpirschen, bis wir uns bei
einigen großen Steinen niedertaten,
um die Gamsen besser zu beobachten.
Paul konnte zwei Jahrlinge und eine
2 jährige Gais ansprechen und meinte
ich solle mich herrichten, weil die
Gamsen in unsere Richtung zogen und
er die 2 jährige Gais zum Abschuss
freigeben würde. Ich richtete mich
her, was nicht ganz leicht war,
betrug die Entfernung immerhin 300
m, aber mit den Sandsäckchen von
Markus hatte ich eine gute Auflage.
Ich hatte die Gais ständig im
Zielfernrohr, sie zog immer näher
und bei ca. 270 m ging die Gais
plötzlich hinter einen Stein und kam
nicht mehr heraus. |
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Nach
einer Weile kamen von rechts her
andere Gamsen, der Wind hatte
gedreht und es kam Bewegung in den
zwei Jahrlingen. Die 2 jährige Gais
kam auch wieder zum Vorschein, aber
Sie kam nicht mehr herwärts sondern
alle zogen eher flüchtig von uns
weg. Ich dachte mir wenn die
nächsten Sekunden nichts passiert,
sind die Gämsen dahin und wir gehen
wieder als Schneider heim. Aber die
2 jährige stand auf einmal auf
ca.295 m halbschräg vor uns an, mein
Blick hin zu Paul, dieser nickte und
ich ließ die Kugel aus meiner
270iger fliegen. Wie vom Blitz
getroffen, sackte die Gais tödlich
getroffen in sich zusammen und
rollte noch ca.20 m herab. Ich
konnte es nicht fassen. Paul schaute
mich auch ganz verdutzt an. Es ging
auf einmal alles so schnell, auch
weil alle vermutet hatten, dass es
nicht mehr klappen würde und es
jetzt die Gais vor uns lag.
Paul
und Markus beglückten mich gleich
mit einem herzlichen und freudigen
Weidmannsheil. Wir stiegen zur
Gamsgais hinauf und erledigten
gleich die Rote Arbeit. Paul meinte
die Gais noch etwas im Schatten
auskühlen zu lassen und in der
Zwischenzeit auf den höher gelegenen
Grat hinaufzusteigen. Weil wir jetzt
alle Zeit der Welt hatten, stiegen
wir hinauf und genossen den
herrlichen Ausblick mit dem unter
uns liegenden Klaussee. Sichtlich
erleichtert und voller Freude
stiegen wir nach einiger Zeit wieder
zu Tal, genossen bei der
Niederhoferhütte den Graukäse mit
einigen kühlen Getränken.
Für
dieses wunderbare Jagderlebnis
möchte ich mich ganz herzlich bei
Markus, Begleiter Paul und dem
Jagdrevier St.Johann/Ahrntal
bedanken.
Weidmannsheil und Weidmannsdank |