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Am
1. August wurde die Rehbockjagd und der
Pirschgang auch im Revier St. Andrä/Plose
eröffnet. Zahlreiche meiner Jagdkollegen
hatten bereits in den ersten Tagen ihren
Rehbock geschossen. Neidvoll musste ich
mir eingestehen, dass wohl alle anderen
einen besseren
Ansitz
für die Jagd gefunden hatten.
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Neuen Mutes bin ich am
Freitag, den
5. August 2011
wieder
gestartet. Ich fuhr Richtung
St. Ändrä und saß beim „Kitzlocher“
unter einem Baum ein, da ich dort einen
guten Bock vermutet hatte. Leichter
Regen fiel.
Plötzlich sah ich gegen 21.15 in
der Wiese,
ca. 100m oberhalb von mir,
etwas laufen
und hörte ein Knacken und ein
Grunzen. Schlagartig erhöhte sich mein
Puls: „Des werd decht net a Sau sein?“
ging mir flüchtig durch den Kopf. Hastig
stand ich auf
- ein Blick durch das Visier ließ
mich einen
Keiler erkennen.
So schoss ich Freihand auf 70 m
auf das Wildschwein. Ein dumfper Ton,
ein grunzen - „getroffen“,
aber dann, die Sau rennt wild weiter.
Gezielt und voller Konzentration verfolgte
ich über das Visier das
Wildschwein und schoss
noch einmal.
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Jetzt
rollte es den Steilhang über die
Wiese herunter,
fast direkt vor meine Füße. Ich konnte
es nicht glauben, mein Herz raste –
große Freude überkam mich.
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Ganz
langsam wurde mir klar, was da vor mir
lag und das in unserem Revier. Bin ich
doch schon einige Male davor erfolglos
eigens nach Deutschland zur Treibjagd
gereist. Scheinbar unmögliches wurde
möglich.
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Wusste gar nicht, wen ich zuerst anrufen
sollte. Lockte mehrere Jagdkollegen
heran, mit dem Vorwand einen „kapitalen
Bock“ geschossen zu haben. Alle waren
sehr erstaunt und gemeinsam brachten wir
den
71 kg
Keiler
zu mir nach Hause in die Kühlzelle. Die
ganze Nacht diskutierten wir über das
sensationelle Jagderlebnis und über die
2
Einschussstellen,
beide innerhalb 2 cm.
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Bericht und Fotos:
Johann Prader, Revierleiter von
St. Andrä/Plose |