| BERICHT 129: Schwarzwildjagd mit Handicap |
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Es war wieder soweit, der Tag der jährlichen Schwarzwildjagd in Niederösterreich war gekommen. Im Laufe des Vormittags machten wir uns auf den Weg in Richtung Jagdrevier das ca. 600 km entfernt lag, den wir wollten die Jagd mit vollen Batterien erst am nächsten Tag beginnen. Am nächsten Morgen bekamen wir jedoch eine schlechte Nachricht von unserem Oberjäger. Einer der Begleiter war aus Krankheit leider nicht im Stande zu kommen und somit musste einer von uns alleine auf einen Hochsitz. Jener hatte jedoch nur Fuchs frei . Ich meldete mich freiwillig dafür und schon bald war ich auf den für mich angedachten Hochsitz . In meinen Gedanken spielten sich verschieden Szenen ab was ich tun würde falls wirklich Schwarzwild an wechseln sollte, es war ja nicht meine erste Schwarzwildjagd, aber ich wollte mich den Anweisungen des Oberjägers nicht widersetzen. Ich konnte kaum den Gedanken zu Ende führen als eine starke Bache an wechselte im Anhang ein Überläufer und ein geringer Frischling. Doch zu meiner Überraschung kamen wie an einer Schnur gezogen eine weiter Bache und an die 10 Frischlinge aus dem Unterholz. Einige davon wären passend für mich gewesen, aber mir waren die Hände gebunden. Ich würde lügen , wenn ich sagen würde, ich hätte mich nicht geärgert, aber so war es nunmal. Da war es wieder einmal mein bekanntes Glück bei der Schwarzwildjagd. Also blieb mir nichts anderes übrig , als meine Kamera zu nehmen und damit wenigstens einige Fotos zu schießen. Jene zeigte ich am Abend meinen Jagdkollegen, obwohl zwei von ihnen Weidmannsheil hatten , hatte keiner einen solchen Anblick vor der Büchse.
Bericht und Foto: Thomas Hofer, Jagdrevier Mareit
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