BERICHT 111: Der kleine Hahn

Am letzten Samstag vor Jagdschluss ging ich rechtzeitig in der Früh auf die Spielhahnjagd. Bei herrlicher Winterlandschaft mit Vollmond erreichte ich oberhalb der Kofler Alm am Gitschberg jenen Ort, wo ich mich dann auf die Lauer setzte. Die Sonne kam langsam über den Dolomiten hervor, schon dies war ein herrlicher Anblick, dieser Sonnenaufgang über das Pustertal. Bald, als es langsam Tag wurde, balzte schon ein Hahn weit oben auf einer Lärche, ganze 220 Meter zeigte mein Entfernungsmesser an. Doch ich musste es wagen, diesen schwarzen Hahn zu kriegen, da ich bereits 15 Mal mein Glück versucht habe und weil nur mehr wenige Jagdtage verblieben, musste ich einen Schuss riskieren. Ja, ein knall durchbrach die Stille und der Spielhahn war erlegt. Als ich dann im tiefen Schnee hochstieg, um den Hahn zu holen, ritten 6 Stück Junghähne und 3 Hennen auf und davon. Das war wohl wieder ein schöner Jagdtag mit wunderbarem Anblick.

 Weidmansheil

 

 Bericht und Fotos: Antonia Bergmeister

 

 

 

 

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