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Nachdem
in den letzten Tagen ausschließlich „der
Gamshiata“ in unserer Gegend und so auch im
Revier das Sagen hatte ist auch mit dem
Abend und Nachtansitz auf die Rotjacken
nicht geworden. Jeden Abend wenn die
Dämmerung hereinbrach hing ich am Fenster
und hoffte das sich der Nebel verziehen
würde nachdem er sich ja auch schon tagsüber
in unserem Tal breit machte.
Heute
am 12.Jänner fing auch der Tag schon viel
versprechend an, so konnte man seit langen
wieder einmal die Sonne durch die Wolken
blitzen sehen. Ich hielt es für fast nicht
möglich als ich mich abends für den heutigen
Ansitz bereit machte und beim Eintreffen im
Revier immer noch frei Sicht hatte.
Trotzdem war ich etwas frustriert als ich
dort ankam, war doch das Dach des
mittlerweile 10 jährigen Ansitzes nicht mehr
so dicht und so musste ich am feuchten
Sitzbrett Platz nehmen da ich meinen
Rucksack im Auto gelassen hatte.
Aber irgendwie war ich doch motiviert vergas
meinen nassen Hintern und hab nicht damit
gerechnet das dann alles so schnell gehen
würde. Schmelzwasser hatte über die gesamte
Wiese einen aperen Streifen in den Schnee
gefressen auf dem jetzt um etwa viertel nach
sieben etwas Dunkles bergwärts zog. Ich
vermutete einen Dachs, war mir aber nicht
sicher. Erst wollte ich es nicht glauben und
dachte an einen Waschbären, als er aber dann
auf etwa 80m heran kam erkannte ich den
Schmalzmann und ließ meine 222er fliegen
worauf er noch zwei – drei Fluchten machte
und dann im nassen Schnee verendet liegen
blieb.
Nach einem Blick auf meine Uhr entschied ich
mich noch zu bleiben und spielte auf meiner
Hasenklage einige Liedchen um vielleicht
einen Rotrock anzulocken. Und siehe da nicht
einmal eine dreiviertel Stunde war vergangen
als am gleichen schneefreien Wiesenstreifen
ein Fuchs in die gleiche Richtung zog wie
vorher der Dachs. Beim wechseln des
Fernglases mit meiner BBF hätte ich ihn
beinahe verloren, hab ihn aber doch noch ins
Absehen bekommen und auch er blieb verendet
am Anschuss.
Es war einer meiner kürzesten Ansitze auf
Raubwild mit einem solchen Erfolg, war ich
doch um 20:00Uhr bereits wieder zu Hause und
konnte noch am gleichen Abend den
Schmalzmann bei Bartbinder Albert abliefern
der mich mit so einem Gesicht empfing.
Waidmann´s Heil
Bericht und Fotos:
Hermann Großalber, OÖ
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